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PERSONEN
André Rochat
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Als André Rochat seine erste IKRK-Mission in Angriff nimmt, geht er bereits gegen die Vierzig. Aus eigener Kraft und ohne Studium hat er sich beruflich hochgearbeitet und die wichtigsten Stellen in der internationalen Luxushotellerie besetzt. Aber die Einladung des IKRK weckt ein unwiderstehliches Bedürfnis nach Abenteuer: er wagt den Schritt von den Salons in den Sand und kümmert sich dort um seine neuen "Gäste", die Opfer des Bürgerkrieges, der seit dem Sturz der Monarchie 1962 im Jemen herrscht.
André Rochat findet sich mit den traditionellen Sitten und Gebräuchen der Wüstenstämme schnell zurecht, stellt sein Organisationstalent voll in den Dienst des Lazaretts des IKRK und entdeckt, dass er sich für die Aufgaben eines humanitären Diplomaten berufen fühlt, der verschiedene Male in den Salons des Mittleren Ostens die Sache den Punkt bringt. In der wunderschönen, archaischen Berg- und Wüstenlandschaft des Jemen sorgen das IKRK und seine zahlreichen Delegierten während dieses fürchterlichen Krieges dafür, dass Verletzte, Zivilisten und Kriegsgefangene mit Respekt behandelt werden. André Rochat leitet seine Delegation mit grosser Bestimmtheit und ergreift immer mehr immer gewagtere Initiativen, so dass das Verhältnis zwischen der Delegation und dem Hauptsitz mit der Zeit sehr gespannt wird; 1970, als André Rochat in Athen die von einem palästinischen Kommando in einem griechischen Flugzeug gefangen gehaltenen Geisseln im Alleingang befreit, kommt es schliesslich zum Bruch.
André Rochat hat sein gesamtes Archivmaterial aufbewahrt, das, zusammen mit den zahlreichen, von ihm selber gemachten Filmen und Bildern, den spannenden Bericht über seine Abenteuer in der arabischen Halbinsel bereichert.
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Dr Max Récamier
Dr Pascal Grellety-Bosviel
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Max Récamier, ein junger, in Frankreich ausgebildeter Chirurg, und sein Kollege und Verbündeter Pascal Grellety-Bosviel, ein in Frankreich und den USA ausgebildeter Internist, entdecken die Kriegsmedizin im Spital von Uqd, wohin sie das französische Rote Kreuz zur Unterstützung des IKRK 1964 entsandte. Sie möchten unbedingt näher an die Front und in kleinen Truppen in die Berge vordringen, wohin sich die Angehörigen und Anhänger der Monarchie zurückgezogen haben, um dort die verletzten Soldaten zu pflegen. Nachdem sie drei Monate im nahen Umfeld des Imams gelebt haben und jeglicher Kontakt zu ihnen unmöglich gewesen ist, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Fronten zu durchqueren, wobei die weisse Fahne mit dem roten Kreuz ihr einziger Schutz ist.
Vier Jahre später kommen sie im Auftrag des IKRK mit einem medizinischen Team zurück und lassen sich in einer Höhle nieder, um den Bomben der republikanischen Luftwaffe zu entkommen.
Nach ihren Erlebnissen im Jemen sind sie von der enormen Wichtigkeit einer humanitären Medizin überzeugt, nehmen im folgenden Jahr an einer IKRK-Mission in Biafra teil und gründen zusammen mit ungefähr zehn anderen französischen Ärzten eine der heute berühmtesten ONG, die auf medizinische Nothilfe spezialisiert ist: Médecins Sans Frontières - Ärzte ohne Grenzen.
Pascal Grellety-Bosviel hat während seinen Missionen bewegende Fotografien und wunderschöne Aquarelle gemacht.
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Carlos Bauverd
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Zwanzig Jahre nach André Rochat folgt Carlos Bauverd dessen Spuren in der Wüste. Er spürt und sieht die nachhaltige Wirkung der in diesem islamischen Land geführten Aktion. Als Delegierter und Delegationschef im Jemen und Mittleren Osten, in Asien und Afrika hat er gegen Ende seiner Laufbahn das Privileg, die Leitung des IKRK in Genf von innen zu erleben, da er zum Verantwortlichen für die Kommunikation ernennt wird. Doch auch er zerwirft sich mit dem IKRK und muss seine Beziehungen abbrechen.
Eine von leichter Ironie gezeichnete Klarheit und Distanz prägen die Beiträge, mit denen Carlos Bauverd den Zugang und den Blick hinter die Kulissen der IKRK-Mission im Mittleren Osten sukzessive öffnet. Ihm ist es ganz besonders zu verdanken, dass der Film nebst den Laufbahnen der einzelnen Personen auch die grösstenteils unbekannten Mechanismen der humanitären Strategie ans Licht der Öffentlichkeit bringt.
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Jean-Paul Hermann
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Jean-Paul Hermann stiess in den letzen Jahren der IKRK-Mission im Jemen als Stellvertreter für André Rochat zu der als Rückhalt dienenden IKRK-Basis in Saudi-Arabien und dem Sitz in Sanaa, wo er am Bau eines Reha-Zentrums für Behinderte, aus dem heute ein grosses Spital geworden ist, beteiligt war.
Jean-Paul Hermann zeichnet ein Bild von André Rochat im täglichen Leben, ein Bild, das von Bewunderung und feinem Humor geprägt ist.
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Betty Jayet
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Die junge Libanesin
ist Mitarbeiterin der IKRK-Delegation in Amman, als im September
1970 drei Flugzeuge nach Zarka entführt wurden. René
Jayet, ebenfalls ein Mitglied dieser Delegation, wird ihr Ehemann.
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Franziska Stamm
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Die junge Berner Krankenschwester wird vom Schweizerischen Roten Kreuz zuerst ins Spital von Uqd entsandt, bevor sie später im Rahmen mehrerer Missionen erneut in den Jemen und dann auch nach Biafra kommt.
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Dr Jimmy Parramore
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Ein in der Schweiz lebender, amerikanischer Anästhesist, der im koreanischen Krieg als Pilot im Einsatz war. Sein Bericht, der von seiner Begabung gekennzeichnet ist, mit der unter den intensiven Bombardierungen der republikanischen Flugwaffe leidenden Zivilbevölkerung zu kommunizieren, geben Einblick ins Leben des in die Grotte von Jihannah (Dhi Jab) 1968 geflüchteten IKRK-Ärzteteams. Zu jener Zeit waren sogar die Frauen in den Reihen der Royalisten vom religiösen Fundamentalismus, der heute im ganzen republikanischen Landesteil herrscht, nicht terrorisiert.
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Yves Debraine
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Der französisch-schweizerische Pressefotograf Yves Debraine hat den Krieg schon zwanzig Jahre früher kennen gelernt, doch der Krieg in Jemen ist mit nichts zu vergleichen. Er kann André Rochat überzeugen und geht mit ihm in den Bergen Jemens auf die Suche nach dem Imam, der die royalistischen Truppen dirigiert. Mit seinem fotografischen Talent hält er jede einzelne Etappe auf der Suche nach dem Gral fest: der Empfang des Missionschefs durch den in einer Höhle zurückgezogenen König, der seine Zustimmung für den Schutz der Gefangenen durch die Genfer Konventionen gibt.
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